Spermienqualität

Samenqualität bei der IVF-Behandlung und der Insemination. Hier finden Sie weitere Informationen zur Spermienqualität und seiner Bedeutung.

Ist die Spermienqualität gut oder herabgesetzt?

Damit ein Paar zusammen schwanger werden kann, müssen mehr Voraussetzungen erfüllt sein, als eine gute Spermienqualität. Deshalb ist es wichtig, kinderlose Paare gründlich zu untersuchen, um die Ursache der Kinderlosigkeit zu erkennen. Haben Sie länger als ein Jahr versucht, schwanger zu werden, und ist ansonsten alles normal, dann ist eine Samenanalyse relevant.

Zur Bewertung der Spermienqualität wird eine Samenprobe unter dem Mikroskop untersucht. Wenn die Samenprobe im Labor von Vitanova abgegeben wird, dann messen die Bioanalytiker, wie viele Milliliter (ml) Samen vorhanden sind. Anschließend werden die Spermien (d. h. die Samenqualität) mikroskopisch untersucht. Es müssen mind. 20 Mio. Samenzellen pro ml vorhanden sein, davon muss sich mindestens die Hälfte schnell fortbewegen. Bei einer Samenprobe gibt es immer einen Teil Samenzellen, die still liegen, sich im Kreis bewegen oder deformiert sind. Mindestens 30 % der Samenzellen müssen normal sein, um von einer guten Samenqualität zu sprechen.

Nach der ersten mikroskopischen Untersuchung wird die Samenprobe vom Bioanalytiker gereinigt. Bei der Reinigung werden deformierte und nicht so bewegliche Samenzellen aussortiert. Nach dem Reinigungsverfahren müssen mind. 10 Mio. Samenzellen pro ml vorhanden sein, um von einer guten Samenqualität zu sprechen.

Herabgesetzte Samenqualität

Herabgesetzte Samenqualität ist die häufigste Ursache für Infertilität bei einem Paar. Es kann mehrere Ursachen dafür geben, dass die Spermienqualität des Mannes herabgesetzt ist. Bei vielen Männern gibt es keine oder nur wenige lebende Samenzellen in der Samenflüssigkeit. Die Ursache kann in den Hoden zu finden sein, wo die Spermien gebildet werden. Wenn ein Junge geboren wird, dann liegen seine Hoden im Leistenkanal im Körper. Im Laufe der ersten Lebensjahre senken sich die Hoden in den Hodensack und sollten sich dort festlegen. Tun sie das nicht, so wird der Mann später im Leben eine herabgesetzte Samenqualität haben oder ganz steril sein.

Spermien können keine großen Temperaturunterschiede überleben. Deshalb ist der Hodenmuskel so eingerichtet, dass er sich bei sinkender Umgebungstemperatur zusammenziehen kann und die Hoden zum wärmeren Körper führen kann. Umgekehrt erweitert sich der Muskel bei höheren Temperaturen, um so die Wärme besser abgeben zu können.

Einige Männer bilden Antikörper gegen ihre eigenen Samenzellen, daher sterben sie ab oder entwickeln sich nicht korrekt. Das Resultat ist eine herabgesetzte Samenqualität. In den letzten Jahren wurde möglichen Ursachen für herabgesetzte Samenqualität wie Umweltgiften und dem weiblichen Hormon Östrogen mehr Beachtung gegeben. Die Samenbildung ist gegenüber Hormonstörungen sehr empfindlich.